Welcher Investment-Typ sind Sie?

Ein 7 Punkte Quiz, der diese Frage beantwortet

Wir feiern den Monat der „FĂ€higkeit zur  finanziellen SelbstĂ€ndigkeit“. Lernen Sie mit unserem Crashkurs ihre Finanzen in Ordnung zu bringen und ihr Portfolio zu optimieren.

Der Weg zur finanziellen SelbstÀndigkeit folgt einer logischen Abfolge vom Anfang bis hin zum Erfolg. Bisher haben sie in dieser Serie gelernt,

> ihre Finanzen zu ordnen,
> den Betrag zurĂŒckzulegen, den sie kurzfristig benötigen,
> und in einige Investmentideen hineingeschnuppert.

Sind sie bereit zu investieren? Achtung, fertig 
 Moment! Noch eine Sache, Nun eigentlich sind es sieben:

Der Moment ihrer eigenen Erkenntnis ĂŒber das Investieren

Wie genau kennen sie sich selbst? Kennen sie ihre Risiko- und Verlusttoleranz? Haben sie ihren Zeithorizont genau festgelegt, in dem sie investieren wollen? Inwieweit wollen sie sich in die Aktienanalyse hineinarbeiten? Mit anderen Worten: welche Farbe hat ihr Investmentfallschirm?

Wie schon Warren Buffet sagt: „Erfolg beim Investieren hat nichts mit dem IQ zu tun 
 was man benötigt ist das Temperament, um die Triebe zu kontrollieren, die andere Leute beim Investieren in Schwierigkeiten bringt.“ Das haben sie bestimmt schon verstanden, also wĂ€re es eine Schande, wenn man sich von Emotionen ablenken ließe, die zu schlechten Investmententscheidungen fĂŒhren wĂŒrden.

Wie sind sie gestrickt?

Bevor sie ihr Geld in den Finanzmarkt stecken, nehmen sie sich kurz Zeit und machen sie dieses Quiz, um ihre natĂŒrlichen Neigungen (die guten und die schlechten) zu identifizieren, damit sie die Methoden, Philosophien und Strategien finden, die am besten dazu passen, wie ihr Gehirn „gewickelt“ ist.

1. Sie befinden sich in einem Laden und im Regal sind mehrere Varianten eines Produktes, welches sie benötigen. Welches werden sie wahrscheinlich in den Einkaufswagen legen?

A. Die Marke, die sie schon in der Vergangenheit gekauft haben, obwohl ihm der Schnickschnack einiger der anderen Marken fehlen.
B. Eine etwas teurere Marke, die sie schon immer probieren wollten, weil sie mit 20% Rabatt angeboten wird.
C. Ein brandneues Produkt, welches revolutionÀre Ergebnisse verspricht.
D. Ein Produkt mit einem vernĂŒnftigen Preis, das bisher nicht von Stiftung Warentest geprĂŒft wurde, aber von Verbrauchern gute Bewertungen bekommen hat

2. Sie loggen sich in ihr Depot ein. Welches Szenario wĂŒrde sie am glĂŒcklichsten machen?

A. Der Markt ist um satte 10% gestiegen, aber ihre Aktie hat nur 1% davon mitgenommen
B. Eines ihrer Unternehmen hat die Gewinnerwartungen nicht erfĂŒllt und ist deshalb um 30% gefallen, was sie in die Lage versetzt Aktien zu einem Abstauberpreis zu kaufen.
C. WĂ€hrend der letzte sechs Monate hat sich eine Aktie in ihrem Portfolio zwischen $10 und $80 bewegt. Zur Zeit befindet sich die Aktie am unteren Ende dieses Bandes, aber sie denken, dass sie das Potential hat , sich zu verdoppeln oder gar zu vervierfachen.
D. Eine ihrer Aktien ist um 15% gestiegen, aber es gibt keine offensichtliche ErklĂ€rung dafĂŒr, also mĂŒssen sie noch mehr Nachforschungen anstellen, um den Grund herauszufinden.

3. Welche AktivitĂ€t werden sie in einem VergnĂŒgungspark wahrscheinlich auswĂ€hlen?

A. Eine Fahrt auf dem Karussell mit ihren Kindern.
B. Die brandneu ĂŒberarbeitete 3-D Laser-Zombie-Show.
C. Die steilste Achterbahn auf dem GelÀnde.
D. Vergiss die Attraktionen und lasst uns zu den WĂŒrstchenbuden gehen.

4. Wie viel Information brauchen sie, um Kauf-, Verkaufs- und Halten-Entscheidungen so zu treffen, dass sie sich dabei wohl fĂŒhlen?

A. Sie mögen es, regelmĂ€ĂŸige Publikationen des Unternehmens zu bekommen, die von vielen Analysten, den Medien und individuellen Investoren gelesen und analysiert werden.
B. Sie ziehen es vor, das Unternehmen – oder dessen Kunden  - persönlich oder ĂŒber das Internet kennenzulernen.
C. Sie checken regelmĂ€ĂŸig die gesetzlich vorgeschriebenen Publikationen (Quartalsberichte, Bilanzen usw.), Foren und machen alle Analyse selbst.
D. Sie geben sich mit einer groben Übersicht der Branche in den Medien zufrieden, auch wenn ihr Unternehmen darin kaum ErwĂ€hnung findet.

5. Eines ihrer Aktien ist heute in den Schlagzeilen. Welches der folgenden Ereignisse raubt ihnen heute Nacht nicht den Schlaf?

A. Das Unternehmen lĂ€sst verlautbaren, dass es vorĂŒbergehend die Dividende streichen muss.
B. Der Verkaufsstart eines neuen Produktes wurde fĂŒr mindestens ein paar Monate verschoben.
C. Im Aufsichtsrat rumort es, dass man den CEO rausschmeißen will, um einen Industrieveteranen zu engagieren.
D. Die WÀhrung des Landes, in dem ihr Unternehmen tÀtig ist, ist im freien Fall.

6. Welcher GeschÀftsverlauf eines Unternehmens erregt sie am meisten?

A. Lieber ein stabiles, reifes Unternehmen mit etwas Raum fĂŒr Wachstum, statt Kostensenkungsmaßnahmen, strategische Akquisitionen und/oder Unternehmensverschmelzung.
B. Ein Newcomer, der sich bisher noch keinen Namen machen konnte (und dies vielleicht auch in absehbarer Zeit nicht machen kann) ohne dass berauschende Erwartungen bisher in die Aktie eingepreist worden sind.
C. Ein innovatives  - und damit auch sehr volatiles – Unternehmen, das den Status Quo herausfordert und das Potential hat, eine Marktnische zu dominieren oder gar eine zu kreieren.
D. Ein Unternehmen, das hervorragend positioniert ist, von den schnell wachsenden MĂ€rkten in Übersee zu profitieren.

7. Welche Art von VolatilitÀt sind sie bereit auf ihrem Weg zum Wohlstand zu akzeptieren?

A. Ich will kein massives Wachstum – Mir reichen ein paar Jahre mittelmĂ€ĂŸiger Gewinne, Hauptsache ich verliere kein Geld.
B. Ich bin bereit, dramatische ZeitrÀume zu erleben, bis mein Investment ins Schwarze trifft.
C. Ich werde an meinem Investment ein Leben lang  festhalten – auch wenn alle anderen die Aktie fallen lassen - , wenn ich wirklich dran glaube, dass der langfristige Erfolg groß sein wird.
D. Ich kann mit VolatilitĂ€t umgehen, auch wenn sie außerhalb der Kontrolle des Managements liegt (z. B. Wechselkursschwankungen, politische Wirrungen), wenn mein Investment bedeutet, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.

Auflösung: Welches Investmenttemperament haben sie?
Lassen sie uns sehen, wie sie gestrickt sind.

HauptsÀchlich As:
Sie haben hart fĂŒr ihr Geld gearbeitet und auch wenn es bedeutet, dass sie auf grĂ¶ĂŸere Gewinne verzichten, sie fĂŒhlen sich wohler, wenn ihr Risiko limitiert ist. Geduld ist ihre Investmenttugend. Wie der große Warren Buffett haben sie das Temperament, darauf zu warten, dass ein QualitĂ€tsunternehmen unter seinem Wert gehandelt wird.

Ihre Aktien werden möglicherweise auf einer Cocktailparty keinen vom Hocker hauen, aber immerhin gelten sie mit Unternehmen, die-schon-immer-da-waren und mit großem Namen in ihrem Depot auch nicht als Niete. Aber wenn der große Konfettiregen vorbei ist, dann kommt ihre Zeit. Wenn ihr Portfolio ein Partygast wĂ€re, dann wĂ€re es der Fahrer: nĂŒchtern, aber zuverlĂ€ssig. Sie kommen dort an, wo sie auch hin wollen – ohne Haarnadelkurven oder quietschenden Reifen.

Halten sie Ausschau nach QualitĂ€tsaktien, die derzeit mit einem Discount gehandelt werden. Sie werden auch glĂŒcklich sein mit Aktien, die ein stetiges Wachstum aufweisen können und ihre AktionĂ€re ihr Investment zurĂŒckzahlen – Dividendentitel.

HauptsÀchlich Bs:
VernĂŒnftige GeschĂ€ftspraktiken (z. B. gesunde Bilanzen, gutes Management) sind wie fĂŒr jeden Investor auch wichtig fĂŒr sie. Aber sie sind bereit, auch dort zu schauen, wo sich nur wenige hinwagen – bei den sogenannten „Small Caps“ (Aktien mit geringer Börsenkapitalisierung).

WĂ€hrend sich der Rest der Welt nur auf die bekannten Aktien fixiert ist, befassen sie sich mit den kleineren, flinkeren und weniger bekannten Konkurrenten. Wir hier bei Trading Economics nennen diese Aktien, „versteckte SchĂ€tze“.

Wegen ihrer GrĂ¶ĂŸe sind diese Unternehmen nicht auf dem Radar der Wall Street. Die Kehrseite der Medaille ist, das sie hĂ€ufig heftigen Fluktuationen – hĂ€ufig sogar an einem Tag – unterworfen sind. Aber wenn sie am hĂ€ufigsten die Bs gewĂ€hlt haben, dann können sie VolatilitĂ€t auch aushalten, vor allem, wenn sie auf grĂ¶ĂŸere Gewinne warten.

Sie könnten ein Depot anlegen, das bestĂ€ndig den Markt schlĂ€gt, welches ausschließlich aus diesen versteckte SchĂ€tze besteht (oder eigentlich auch jedem anderen Investment). Aber es macht wohl mehr Sinn, nur einen Teil ihrer Investitionen in diesem Bereich anzulegen – mit einem Portfolioanteil zwischen 10% und 40% - je nach ihrem Komfortlevel.

HauptsÀchlich Cs:
Innovation ist fĂŒr sie das Zauberwort. Wenn die ersten Hightech Schuhe mit Bluetooth und Dolby Surround Sound auf den Markt kommen, werden sie wohl der Erste sein, der sich ein Paar kauft.

In der Investmentsprache bedeutet dies, dass sie nach Unternehmen suchen, die den Status Quo in Frage stellen – solche, die etablierte GeschĂ€ftsideen aufs Korn nehmen, sie neu erfinden und schließlich das Original ĂŒbertreffen. Noch besser sind die, die einen neuen Markt mit einem neuen Produkt kreieren, von dem man bisher nicht wusste, dass man nicht ohne sie leben kann.

Wir nennen diese Aktien, „Grenz ĂŒberschreiter“. Und diese Unternehmen ĂŒberschreiten Grenzen in jeder Hinsicht. Traditionelle MessgrĂ¶ĂŸen wie KGV (Kurs-/GewinnverhĂ€ltnis) und diskontierte Cash-flow Berechnungen greifen  hier nicht. Die Kernzahlen schauen oftmals verrĂŒckt aus, ganz einfach, weil Wall Street nicht die probaten Mittel hat, um die Verdienste solcher Unternehmen richtig zu bewerten. Deshalb mĂŒssen sie als AktionĂ€r aufmerksam bleiben und psychologisch gewandt sein, um ihre Investmentthese stĂ€ndig neu zu ĂŒberprĂŒfen. FlexibilitĂ€t ist deshalb ein Muss.

Seien sie sich ferner immer der Regel von Daidalos bewusst: Man kann nicht immer höher du höher fliegen ohne Gefahr zu laufen irgendwann abzustĂŒrzen. Das mag die aufregendste Art sein, zu investieren; aber sie mĂŒssen die Relation großes Risiko/großer Gewinn immer im Auge behalten. Fehler werden ihnen unweigerlich Geld kosten. Aber es wird weit weniger schmerzlich sein, wenn sie ihr Risiko weit streuen.

HauptsÀchlich Ds:
Sie sind ein weltgewandter Investor. Bei der Suche nach Investmentmöglichkeiten haben sie keine Angst fremdes Territorium zu betreten – buchstĂ€blich. Sie haben erkannt, dass die Wachstumsrate ihres Wirtschaftsraumes sich gegenĂŒber anderen geĂ€ndert hat. Die USA werden weiterhin wachsen, aber es gibt andere Ökonomien, wo die Wachstumsraten geradezu astronomisch sind.

„International“ ist nicht eine Investmentstrategie per se. Wenn sie sich nach etwas „Auslandsgeschmack“ fĂŒr ihr Portfolio sehnen, dann finden sie sich damit ab, dass sie mit einer gewissen Unsicherheit ĂŒber der Informationen von diesen Unternehmen leben mĂŒssen. Ihr „WohlfĂŒhl-Level“ bezĂŒglich der verschiedenen Bilanzierungsmethoden, AktionĂ€rsrechten und WĂ€hrungsrisiken sollte bestimmen, wie viel sie von ihrem Depot in diesem Bereich anlegen sollten.

Eine Kombination von As, Bs, Cs und Ds:
Nein sie sind nicht flatterhaft. Sie suchen einfach nur nach einer Vielfalt von Möglichkeiten um ihr Vermögen wachsen zu lassen. Im tiefen Inneren ihres Herzens wissen sie, dass nur Aktien einen sicheren Weg bieten, ihr Vermögen inflationsgeschĂŒtzt wachsen zu lassen. Aber manchmal siegen ihre Zweifel ĂŒber ihr Vermögen, den Kurs zu halten. Sie können ĂŒbervorsichtig geworden sein, weil sie sich schon einmal die Finger verbrannt haben (vielleicht aufgrund eines „heißen Tipps“?). Oder vielleicht haben sie die jĂŒngsten Verwerfungen des Aktienmarktes sie sich fragen lassen, wie viel Risiken sie tatsĂ€chlich bereit sind zu tragen.

Ihre Antworten werden Temperament zu Tage fördern, welches den wahren Preis der Chance (= wie viel Risiko bin ich bereit zu tragen) und die realen Kosten, einen Sturm abzusitzen (= beim zwar kurzen aber unvermeidlichen AufwĂ€rtstrend nicht dabei zu sein) erkennt. Sie besitzen eine Denkart, die genau richtig dafĂŒr ist, Teile ihres Vermögens auf die besten Investments der verschiedenen InvestitionsansĂ€tze aufzuteilen.

Klare Zielvorgaben – also ein klar definiertes Asset Allocation Modell – ist hier der richtige Weg. Die richtige Antwort auf die Frage wie viel sie dabei in welchen Topf tun ist genau diejenige, die sie am ruhigsten schlafen lĂ€sst und bei der sie durch dick und dĂŒnn gehen können. KĂ€mpfen sie nicht gegen ihre natĂŒrlichen Neigungen 
 sondern spielen sie ihre StĂ€rken aus und wĂ€hlen sie Investments, die zu ihnen passen.

Und beachten sie, dass die vergangenen Turbulenzen am Aktienmarkt möglicherweise ihre Antworten beeinflusst haben. Das ist verstÀndlich; selbst die besten Investoren wurden verunsichert und stellen vielleicht ihre Entscheidungen in Frage. Aber in der VolatilitÀt liegen die Chancen. Nicht nur, dass man Aktien zu SchnÀppchenpreisen finden kann, sondern herausfindet, wie man selber tickt in einer realen Welt mit realem Geld.

Gerade aus diesen GrĂŒnden habe ich unser Trading-Modell mit Absicherung entwickelt, wo Sie nicht vor lauter Sorgen um Ihr Aktienportfolio, beim Einschlafen SchĂ€fchen zĂ€hlen mĂŒssen, sondern egal welcher  Investment Typ Sie sind, mit einem Schmunzeln im Gesicht, auf weichen Daunenkissen "SICHER" ins Land der TrĂ€ume gleiten!

Jetzt wo Sie wissen, welcher Investment-Typ Sie sind, können Sie mit dem Aufbau Ihres Aktiendepot mit Absicherung beginnen...

Lang Version:
Bilden Sie mit Trading Economics Ihr eigenes Aktien Portfolio

Kurz Version:
Bilden Sie das Aktien Portfolio von Warren Buffett nach

Auch wenn ich Gold zu verschenken hĂ€tte, mĂŒsste ich dafĂŒr Werbung machen. „Henry Ford“

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Alexander Firstbrain
Autor und Investor
Trading Economics

 

 

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