Im Golfkrieg 1991 gab es wirklich einen Krieg zwischen einer Call und einer Put Option. Und mitten drin ein Neuling im Optionsgeschäft.

Aber bevor ich fortfahre folgendes:

Dieser Artikel soll aufzeigen, was ein guter Finanzinformations-Service ( im folgenden „Trading Service“ genannt) bieten und beinhalten sollte und wie man einen Optionshandel nicht durchführt.

Ich war Mitglied in den verschiedensten Finanzinformations-Services weltweit. Unter anderem habe ich eine Mitgliedschaft bei einem US-Chart-Service mit dem Namen „Trendsetter“ abgeschlossen.

Auch wenn es ihn nicht mehr gibt, ist dieser Trading Service es dennoch wert, erwähnt zu werden. Denn an diesem Beispiel können Sie sehen, was ich unter einem Service verstehe, der einem in der Praxis helfen kann, Trading-Entscheidungen zu treffen – und was nicht.

Mitglied bei Trendsetter 1989 bis 1998

Einmal die Woche habe ich auf dem Postweg drei Charthefte zum Nachzeichnen des Preises und der Indikatoren bekommen. Eines für Finanzen, das andere für Metalle, Rohstoffe und Landwirtschaftsprodukte und eines mit wertvollen Optionsinformationen und Optionspreisen von allen Märkten.

Die Trading-Indikatoren waren für alle Märkte immer die gleichen:

> ein 9, 18 und 40 Tage „Gleitender Durchschnitt“ (Moving Average [MA]),

> eine 9, 18 und 40 Tage „Stochastik“ und

> ein 9, 18 und 40 Tage „Relativ Strength Index“ (RSI).

Auf diesen Indikatoren waren auf Tages-Chart-Basis die Kaufsignale (Long oder Short) aufgebaut.

Darüber hinaus waren in den beiden Heftchen für Finanzen sowie Metalle, Rohstoffe und Landwirtschaftsprodukte die Kaufsignale (Long oder Short) der einzelnen Märkte mit Datum und Kaufpreis in Form eines virtuellen Portfolio dargestellt.

Ich konnte aber jeden Tag eine Aktualisierung vornehmen, da ich jeden Tag/Abend zusätzlich nach US-Börsenschluss ein Fax mit (eventuellen) Kaufsignalen (Long oder Short), Indikatorendaten, News und Schlusskursen von den Märkten sowie deren Optionspreise erhielt.

Ich habe nur Optionen gehandelt, als ich bei diesem Trading Service Mitglied war!

Das Optionsheftchen war relativ dünn, aber es wurde beschrieben, worauf man achtgeben muss, wie z. B. historische Volatilität, Optionen, am, im oder aus dem Geld kaufen usw.

Aber dieses dünne Optionsheftchen würde heute noch viele andere unheimlich teure Services bei Weitem in den Schatten stellen, das können Sie glauben.

Zu dieser Zeit habe ich für diesen Service $ 60 pro Monat bezahlt und mich mit dem Finanzamt jedes Jahr herumstreiten müssen, ob diese Mitgliedschaft von der Steuer absetzbar ist oder nicht (das müssen Sie sich einmal vorstellen!).

In ca. 10 Jahren habe ich also rund. $ 8.000 (oder ein bisschen mehr ) bezahlt.

Sie müssen wissen, obwohl ich schon sieben Jahre im Aktiengeschäft tätig war so war ich trotz allem ein Neuling, was Options-Analyse und dergleichen betraf. Das behaupte ich deshalb, weil mir damals ein wichtiger, wenn nicht der wichtigste Punkt überhaupt im Trading gefehlt hat: nämlich Geld-Risiko- und Portfoliomanagement.

Ich war nicht in der Lage, in meinem Options-Portfolio mein Risiko zu berechnen, ich konnte mein Portfolio nicht als Ganzes sehen.

Eine freundliche Trading Economics Warnung, wenn Sie so wollen:

Ob Sie vom Trading an der Börse Ahnung oder keine haben, betreten Sie niemals den Markt, wenn Sie kein Geld-Risiko- und Portfoliomanagement in Ihrem Tradingsplan implementiert haben. Egal welches Finanzprodukt Sie handeln. Diese freundliche Warnung gilt umso mehr im Futures- und im Besonderem im Forex-Trading!

Noch mal zum Mitschreiben:

Ob Sie vom Trading an der Börse Ahnung oder keine haben, betreten Sie niemals den Markt, wenn Sie kein Geld-Risiko- und Portfoliomanagement in Ihrem Tradingsplan implementiert haben. Egal welches Finanzprodukt Sie handeln. Diese freundliche Warnung gilt umso mehr im Futures- und im Besonderem im Forex-Trading!

Ich habe damals instinktiv diesem Trading Service einfach vertraut, weil die Kauf- und Verkaufssignale „relativ“ gut waren und das virtuelle Portfolio (mit wenigen Ausnahmen in einzelnen Märkten) immer im Gewinn war.

Und so hatte ich Daumen mal Pi mein ganzes Geld, das ich zur Verfügung hatte, auf diese Märkte aufgeteilt und gehandelt.

Krieg der Optionen im Golfkrieg 1991

Ich hatte schon gutes Geld mit diesem Trading-Service verdient, aber natürlich hatte ich auch meine Verluste.

Aber das Trading im Golfkrieg 1991 im Crude Oil Markt werde ich mein Leben lang nicht mehr vergessen. Da war ich wahrscheinlich einer der wenigen weltweit, die beim Ausbruch des Golfkrieges (mit Glück oder Verstand oder beides) auf fallenden Kurs in Crude Oil (ich denke, es war der 17. Januar 1991) gesetzt hatten. Und dies hat mich bis heute geprägt.

Jetzt trägt er aber auf, werden Sie denken?

Rückblickend war die Rechnung simpel und einfach, aber da muss ich ein bisschen ausholen.

Scheich Jamani hatte von August 1990 bist kurz vor Ausbruch des Krieges in allen Medien verkündet: „Wenn der Krieg ausbricht, wird der Ölpreis auf noch nie dagewesene $ 80-100 klettern!“ Der hat getrommelt, was das Zeug hält.

Generell wurden in den Medien auf allen Kanälen Horrorszenarien durchgespielt, wie hoch der Ölpreis steigen würde im Falle eines Krieges ...

Diese Meldungen haben jedem, der von Öl abhängig war, das Blut in den Adern gefrieren lassen.

In der ersten Januarwoche 1991 ist der Ölpreis bei ca. $ 35 gestanden (das Allzeithoch war bei $ 41, ich denke, das war die März 1991 Laufzeit).

Bitte bedenken Sie, ich war ein grüner Junge, der mehr an das Geschriebene glaubte („weil die müssen es doch wissen“) als ein Profi es tun würde.

Nur kurz und oberflächlich:

Eine Call-Option ist eine Option, die man platziert, wenn man der Meinung ist, der Markt wird steigen.

Eine Put-Option ist eine Option, die man platziert, wenn man der Meinung ist, der Markt wird fallen.

Wenn Sie mehr über Call und Put-Optionen erfahren wollen dann lesen Sie in Ihrem Interesse im Trading Economics-Options-Leitfaden...

> Was sind Calls und Puts?

> Was ist eine Call-Option?

> Was ist eine Put-Option?

Ich kann Ihnen nur Empfehlen, lesen Sie den kompletten Trading Economics-Options-Leitfaden mit dem Titel “Die wunderbare Welt der Optionen“ ich verspreche Ihnen es wird sich für Sie lohnen!

So, jetzt komme ich auf meine damalige simple und einfache Rechnung 🙂

1. Das Optionsheftchen hatte mir eigentlich immer bewiesen, dass man sich auf fallende Kurse einstellen sollte, wenn die historische Volatilität in einer Option sehr hoch ist.

Wenn man sich zu diesem Zeitpunkt (16.01.1991) die historische Volatilität einer Crude Oil-Call- Option angesehen hat, dann war die so hoch, dass es einem schwindlig wurde.

Unterhalb im Crude Oil Chart konnte man die Grafik für die historische Volatilität sehen.

Durch den oberen Ausschlag der historischen Volatilität konnte man die normale Range (0 bis 1) nur mehr als ein winziges „=“ Zeichen wahrnehmen.

Also herrschte hier eine große Diskrepanz.

2.Und noch etwas hat damals meine Aufmerksamkeit erregt: In den Optionspreisen herrschte auch eine unheimliche Diskrepanz. Eine 35 Call Option hat ca. $ 6.000 und eine 35 Put Option $ 550 bis $ 600 gekostet. Normal (1990), wenn der Crude Oil Kurs um die $ 35 steht und die Volatilität „normal“ ist, kosten beide dasselbe, eine Drei-Monatslaufzeit so um die $ 500 bis $ 700 pro Position.

Mein erster Gedanke war: Finger weglassen!

Sie wissen ja, CNN hat zu dieser Zeit an seinem Namen gearbeitet.

Januar 1991 – Die Verhandlungen zwischen dem irakischen Außenminister Tariq Assis und dem US-Außenminister James Baker in Genf scheitern nach mehrstündigen Gesprächen.

Auf der einen Seite wird von Iraks Parlament der Heilige Krieg ausgerufen, auf der anderen Seite die noch geheime Operation Wüstensturm vorbereitet.

Am 15. Januar 1991 – Um 0.00 Uhr New Yorker Zeit (8.00 Uhr Bagdad, 6.00 Uhr MEZ) läuft das UNO-Ultimatum an den Irak ab.

Finger weglassen, denke ich mir immer wieder!

Die 35 Call Optionen stehen immer noch bei $ 6.000, die Puts bei rund $ 600.

Ich wollte zu diesem Zeitpunkt drei Call Optionen in Crude Oil platzieren, weil ich der Meinung war, Crude Oil wird steigen, wenn der Golfkrieg ausbricht. Das würde mich $ 18.000 kosten … aber einerseits diese riesige historische Volatilität und andererseits die unheimlich hohe Optionsprämie haben mich davon abgehalten.

Je länger ich mir die hohe historische Volatilität und die Preise in der Call-Option angesehen habe, desto mehr kam ich zu der Überzeugung, dass Crude Oil nicht steigen kann (was natürlich im Nachhinein betrachtet nicht stimmt).

Die historische Volatilität hat in der Vergangenheit diese Diskrepanz aufgezeigt und der Markt hat dann auch so reagiert, wie er reagieren sollte oder musste, auch oder gerade in Krisenzeiten.

Das Wort eskomptieren (etwas vorwegnehmen) habe ich zur damaligen Zeit noch nicht gekannt.

Und dann habe ich etwas gemacht, von dem ich jedem, der diesen Abschnitt liest, mit aller mir zur Verfügung stehen Eindringlichkeit sagen muss, dass man das niemals machen sollte. Aber damals war ich im Optionshandel zu grün dafür.

Meine Gedanken waren ...

Die historische Volatilität ist sehr sehr hoch.

Wenn schon eine Call Option $ 6.000 kostet und ich drei kaufe, kostet mich das $ 18.000.

Wenn der Markt nicht steigt, sondern aus welchen Gründen auch immer (hohe historische Volatilität) fällt, ist der Großteil des Geldes weg.

Auf der anderen Seite, für $ 18.000 bekomme ich 30 Put Optionen. Wenn der Markt steigt, ist auch der Großteil des Geldes weg.

Wie viel Verlust ist das von meinem gesamten Kapital gerechnet?

Puh ...

Und in diesen Überlegungen ist ein Punkt gekommen, der mich bis heute geprägt hat.

Ich habe mich nämlich gefragt:

Welchen Betrag darf ich mir erlauben zu verlieren?

20% von meinem gesamten Kapital?

10% von meinem gesamten Kapital?

5%?

Weniger?

Mehr?

Dies war das einzig Richtige, was ich in diesem Crude Oil-Trading gemacht habe, wenn auch noch sehr, sehr, sehr ... oberflächlich!

Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich maximal $ 8.000 verlieren darf.

So dann habe ich die $ 18.000 durch drei geteilt und habe „10-Crude Oil-März91-33- Put-Optionen"-zu $ 5,80 (10 x $ 5,80 = $ 5.800) gekauft !

Wieso?

Weil die de historische Volatilität hoch (nein, extrem hoch) war und der Preisunterschied einer Call und einer Put eine so riesige Diskrepanz aufgezeigt hat.

Und obwohl das Ultimatum schon abgelaufen war, war immer noch nicht sicher, ob es zu einem Krieg kommen wird.

Das habe ich eben aus den Optionsheftchen gelernt und die Praxis hat das Gelernte in der Vergangenheit sehr oft bestätigt.

Ich denke, von da her kommt der Spruch, der Glaube versetzt Berge 🙂

Das war‘s.

Das Gefühl, das ich bei der Platzierung der Crude Oil Put-Optionen und bis zum Anfang des Golfkrieges gehabt habe, will ich hier nicht wiedergeben. Wenn es wirklich Flöhe im Bauch gibt, dann muss ich zu diesem Zeitpunkt alle Flöhe dieser Welt dort gehabt haben.

Dieses allein sein ...

dieses ich alleine gegen alle ...

dieses die ganze Welt ist gegen mich ...

dieses ich handle nicht vernünftig ...

die ganzen Zweifel nagten an mir.

Die Frage ist, warum tut sich ein Mensch so etwas überhaupt an?

Da kann ich mir aber auch die Gegenfrage stellen, warum quälen sich die Menschen bei der Tour de France über gleich drei oder gar sechs Berge an einem Tag?

Oder ist das etwas anderes?

Aber eines hat mir bei meinem mulmigen Gefühl geholfen. Nämlich dass ich beschlossen und akzeptiert hatte, dass ich im schlimmsten Fall „nur“ rund $ 5.000-5.800 ( Differenz wegen Zeitwertprämie) mit diesem verzwickten Deal verlieren konnte.

Auf der anderen Seite: Wenn Crude Oil fällt, kann ich mit ca. $ 1.000 Profit !!! rechnen. Mal 10 Optionen sind das $ 10.000 Gewinn. Auch nicht schlecht, da konnte mein Portfolio weiter Fett ansetzen.

17. Januar 1991 – es werden die ersten Kriegshandlungen um 0.30 Uhr MEZ gemeldet. Der Golfkrieg beginnt mit der “Operation Wüstensturm” der westlichen Truppen.

Fast die ganze Nacht hab ich CNN geguckt. Mit roten Augen bin ich am Morgen aufgestanden. Es zeichnet sich im Europäischen Handel ab, das Crude Oil nicht gestiegen ist, sondern sogar ein bisschen nachgegeben hat.

Meine Herrn ...

Schauen wir mal, was der Markt in New York am Nachmittag macht, dachte ich mir ...

Am Nachmittag hat der Crude Oil Preis sich von den Höhenregionen um die $ 35 verabschiedet und im Bereich um die $ 20 eröffnet.

Teilweise war der Crude Oil Preis später sogar bei ca.$ 18.

Ich habe meinen Broker angerufen, mir die Prämien durchgeben lassen und ohne groß nachzudenken und zu rechnen meine Verkaufsorder für die 10-Crude Oil-März91-33- Put-Optionen  „Market“ durchgegeben und habe so an diesem Tag $ 132.638 Profit gemacht.

Auch der Goldpreis ist kräftig abgetaucht.

Zu diesem Zeitpunkt konnte ich mich wieder erinnern, wie ich vor dem Kriegsausbruch die "Kauforder" meiner „10-Crude Oil-März91-33- Put-Optionen" durchgegeben habe. Dass mich mein Broker vier Mal gefragt hat „Sind Sie sicher: „10 Crude Oi-März91-33 Put zu $ 5.80?“ Und ich jedes Mal mit ja geantwortet habe (1990 war es normal nicht üblich, dass der Broker dich so oft frägt, denn dass verunsichert einen nur).

Ach so, das hätte ich glatt vergessen. Die historische Volatilität ist am 17. Januar 1991 wieder zu ihrer normalen Bandbreite (Range) zurückgekehrt

Sie wissen ja, zwischen den vorher kleinen „=“ Strichen ist Sie wieder gelandet ...

Und was mich bei diesem Deal so traurig gemacht hat ist, dass mein bester und langjähriger Freund „10-Crude Oil-März91-34- Call-Optionen" im Markt hatte und einen Riesenverlust eingefahren hat. Von den ca. $ 6.000 pro Position sind nur ca.$ 800 pro Position (Zeitwertprämie) übrig geblieben.

(Wir hatten eine glasklare Abmachung, dass wir uns generell nicht gegenseitig beeinflussen und nicht über einzelne Trade sprechen, die wir tätigen. Dafür haben wir uns einmal im Quartal zusammengesetzt, um unser vergangenes Options-Trading nüchtern zu analysieren, um Lösungen zu finden, die unseren Optionshandel verbessert)

Im Nachfolgenden will ich einige Punkte aufzeigen, was ich bei diesem Crude Oil Trading falsch, aber auch (wenn auch nur teilweise) richtig gemacht habe.

Sie müssen bitte bedenken, dass wir hier vom Jahr 1991 sprechen. Da ist der Begriff „Option(en)“ in Deutschland bei der Bevölkerung noch nicht durchgedrungen.

Ich hätte niemals „10-Crude Oil-März91-33- Put-Optionen" handeln dürfen!

Eine Crude Oil Put-Option wäre das Maximum gewesen, wenn überhaupt. Speziell in Kriegszeiten hätte ich mein Risiko drastisch verringern müssen.

Wieso?

Wenn ich Put-Optionen kaufe, ist mein Risiko auf das eingesetzte Kapital begrenzt, das ist ja mal gut so.

Also wenn ich eine Option um $ 580 gekauft hätte, so wäre dies mein ganzes Risiko gewesen.

Und nicht wie in meinem Fall das 10-fache, nämlich $ 5.800.

Wenn ich jetzt nur mein frei zur Verfügung stehendes Kapital von $18.000 zur Risikoberechnung hernehme, so macht das schon einen Unterschied aus, ob ich von diesem Kapital 3,2% (1 Option) oder 32% (10 Optionen) riskiere.

Die andere und sehr wichtige Frage ist, wie sieht das Ganze mit meinem ganzen mir zur Verfügung stehenden Kapital aus?

Und hatte ich in anderen Märkten auch noch Optionen am Laufen?

Selbstverständlich.

Diversifikation war damals (ich denke, auch heute noch) das große Modewort. Ich hatte in US-Bonds, Euro, Dollar, DM, USD usw. ca.$20.000 und in Metalle und Landwirtschaftsprodukte Optionen in Höhe von ca. $20.000 gezeichnet.

Sie haben sicherlich schon bemerkt, dass ich zu dieser Zeit gerne mein Börsenkapital durch 3 geteilt habe (das war damals mein sogenanntes lachhaftes Risikomanagement). Um die 33 % setze ich ein und den Rest lasse ich auf dem Cash Konto, um eventuell bei neuen „guten“ Kaufsignalen meines Trading Services weiter kaufen zu können.

Nun, mein gesamtes Börsenkapital hat um die $ 60.000 betragen.

Also Fakt ist heute betrachtet, wenn ich 1 mal $ 20.000 in Optionen (egal in welchen und wie vielen Märkten) einsetze und damit falsch liege, sind schon mal 33% von meinem Kapital weg.

Geschieht dies nochmals,

sind weitere $ 20.000 weg und ich hätte einen Verlust um die 70% . Dann würden nur noch ca. $ 20.000 übrigbleiben, die ich im Options-Trading einsetzen kann.

Eines war aber schon mal ein guter Ansatz in meiner simplen Berechnung: Würde ich $60.000 einsetzen und trotz Diversifikation falsch liegen, ist mit einem Schlag mein ganzes Börsenkapital weg.

Soweit habe ich damals nicht gedacht, denn das Wort Diversifikation hat solche Gedanken nicht zugelassen ... was für ein Schwachsinn ...

Es war ein lachhaftes Risikomanagement. Aber es war ein Ansatz eines Risikomanagements, auch wenn es „noch“ sehr naiv auf Diversifikation aufgebaut war.

Dann rechnen wir nochmals:

Börsenkapital $60.000

Optionen in anderen Märkten ca.$ 20.000

Risiko ca. 33%

Da liegt schon der erste Riesenfehler. Niemals, ich schreibe es nochmals, ohne Ausnahme, niemals, darf Ihr gesamtes Börsenkapital einem 33-prozentigen Risiko ausgesetzt sein, das ist Selbstmord für Ihr Börsenkonto.

Kaufe ich dann noch zusätzlich „10-Crude Oil-März91-33- Put-Optionen" um $5.800, erhöhe ich dadurch mein Risiko nochmals auf sage und schreibe 43%.

Wenn alle im Markt sich befindenden Optionen trotz Diversifikation gegen mich laufen, verliere ich $25.800, mein lieber Schwan ...

Für mich heute unvorstellbar, dass ich zu einem gewissen Zeitpunkt mein mir zur Verfügung stehendes Börsenkapital einem 43%-Risiko aussetze, da können Sie gleich die Erste Hilfe rufen ...

Wenn ich schon wie 1991 mein sogenanntes lachhaftes Risikomanagement mit der Diversifikationsregel von 33% anwende, wieso kaufe ich dann 10 Put Optionen um $5.800 und erhöhe dadurch mein Risiko von 33% auf 43%?

Das Ungeheuer „Gier“ hat sich in meinem Denken damals breitgemacht, ohne Rücksicht auf Verluste.

Wenn ich damals schon mein lachhaftes Risikomanagement anwende, dürfte ich, wenn überhaupt, maximal nur „1-Crude Oil-März91-33- Put-Optionen" um $ 580 kaufen, obwohl sich dadurch mein Risiko von 33% auf 34,3% erhöht.

Wegen diesen 1,3% mehr Risiko braucht man doch nicht so lange herumreiten, werden Sie denken.

Genau ... heute sind es 1,3%, morgen 6,4%, übermorgen 14,2% ... und es wird der Zeitpunkt kommen, wo man sein Kapital keinem Risiko mehr aussetzen kann, denn es ist keines mehr da.

Ich habe schon des Öfteren geschrieben, dass 95% der Börsenteilnehmer verlieren.

Und das hier ist einer von mehreren Gründen, warum das geschieht:

Ein guter Freund von mir hat 2002 ein absolut perfektes Geld-Risiko- und Portfolio-Management- System entwickelt. Monate hat er dafür gebraucht, aber es ist wirklich alles berücksichtigt worden und es ist absolut perfekt und beeindruckend.

Nur, „er“ hat in seinem eigenen Options-Trading keinen so großen Erfolg damit.

Warum?

Weil er immer wieder gegen seine von ihm selber aufgestellten Regeln seines eigenen Geld-Risiko- und Portfolio-Management-Systems verstößt. Er hält sich eben nicht an die Regeln, die nötig sind, um über lange Zeit an der Börse exorbitant erfolgreich zu sein.

Das waren die gravierendsten Fehler, die ich bei diesem Oil Deal gemacht habe. Auch wenn das Glück auf meiner Seite gestanden ist.

Wenn Sie schon mehr oder weniger Erfahrung in Sachen Börse gemacht haben, denken Sie vielleicht, jetzt kommt er mit der 1-2%-Regel. Jeder „weiß doch schon“, dass man nicht mehr als 1-2% von seinem ganzen Börsenkapital riskieren soll.

Oder man kann doch mit Stops arbeiten usw.

Sollten Sie so denken, so kann ich Ihnen das nicht verübeln. Aber eines kann ich Ihnen versichern: Wenn ich das vor hätte und hier etwas wiedergebe, was im Internet schon weiß wie oft richtig oder unrichtig wiedergegeben oder besser gesagt wiedergekäut wurde, so wäre das doch Zeitverschwendung und äußerst langweilig.

Mir liegt das absolut fern.

Dieser Artikel hat mit der „Ich mache Sie schnell reich“-Industrie“ und Trading mit Optionen sowie Geld-Risiko- und Portfolio-Management zu tun.

Und ich will versuchen, diese so überaus wichtigen Themen so rüberzubringen, dass es jeder verstehen kann.

Für Trading Economics sind Put-Optionen in Verbindung mit dem Aktientrading, einfach nicht wegzudenken!

Put-Optionen sind für Trading Economics von unbezahlbaren Wert. Ja, geradezu unabdingbar, erforderlich, nötig, unbedingt, unentbehrlich, unerlässlich, unumgänglich, unvermeidlich, vonnöten, wichtig, relevant, triftig, zwangsläufig, unabwendbar, notwendig.

Ja, zwingend, kann man schon sagen, für uns von Trading Economics  (über) lebenswichtig im Trading mit Aktien.

Und nur am Rande komme ich in diesem Artikel, wenn auch immer wieder angesprochen, auf Geld- und Risikomanagement zurück.

Der Grund dafür ist, dass für Trading Economics Geld- und Risikomanagement eine übergeordnete Rolle in Sachen Trading darstellt.

Dieses trennt die Spreu vom Weizen bzw. die Gewinner von den Verlierern.

Wie kann ich das rüberbringen?

Sagen wir‘s einfach so: Meiner aus der Praxis bezogenen Meinung nach kommt vor jedem Markt, jedem Indikator, jedem System, jeder Strategie, jedem Kauf- oder Verkaufssignal etc. das wichtigste, entscheidendste und beschützendste – nämlich „Geld-Risiko- und Portfoliomanagement“.

Auf das „Wieso“ komme ich ein anderes Mal. Nur so viel: Ich habe vor, drei Bausteine für ein langfristiges erfolgreiches Trading auf unserer Trading Economics Webseite für Sie zusammenzufügen.

Einen exorbitanten Trading Service der folgendes beinhaltet:

> Persönliche Finanzen.

> Aktienauswahl (engl.: Stock-Picking).

> Optionsauswahl für Portfolio-Absicherung.

Und bei „Was ein guter Trading Service bieten und beinhalten soll“ sind wir momentan.

Also weiter.

Es wurde aufgezeigt, dass man mit Optionen riesige Gewinne mit kalkuliertem Risiko machen kann.

Und dass ich eines (wenn auch nur oberflächlich) richtig gemacht habe. Unabhängig davon, wohin sich der Crude Oil Preis bewegt hätte: Ich habe vernünftigerweise mein gesamtes Risiko begrenzt. Auch wenn dieses immer noch enorm groß war.

Mir war bewusst, dass ich im schlechtesten Fall maximal $ 5.800 mit den Crude Oil Optionen verlieren werde. Und dass dies so und so viel Prozent Verlust von meiner gesamten Investition ausgemacht hätte.

Na ja, werden Sie denken: Wenn er um $ 18.000 „30-Crude Oil-März91-33- Put-Optionen" gekauft hätte, dann hätte er $ 397.890 Gewinn gemacht?

Das ist richtig. Aber Gier und Angst machen die Preise. Und das kann kein Mensch kontrollieren.

Ich muss mir immer vorher ausrechnen, wie viel der maximale Verlust eines Trades bzw. in meinem gesamten Portfolio sein darf/soll. Habe ich das ermittelt, erst dann und nur dann rechne ich mir aus, wie hoch mein eventueller Gewinn sein könnte.

Dieser für mich damals riesige Gewinn hat drei süße Seiten gehabt.

Erstens: Über Nacht habe ich riesigen Profit eingefahren.

Zweitens (und für mich das wichtigste): Dieses sogenannte Begrenzen des Risikos, das ich später über Jahre hinweg für mich extrem verfeinert habe.

Und drittens ist die Volatilität im Optionshandel mein wichtigster Verbündeter im Handel mit Optionen geworden. Diese werden wir im  Trading Economics-Options-Leitfaden mit dem Titel “Die wunderbare Welt der Optionen“ noch ausführlicher behandeln.

Jetzt werden Sie denken: Na, jetzt will er mir etwas verkaufen, weil er sich so lange bei diesem Thema aufhält.

Ständige Wiederholung führt zum Erfolg. Wenn Sie selber an der Börse handeln wollen, muss für Sie Geld-Risiko- und Portfolio-Management das absolut Allerwichtigste sein. Das muss Ihnen in Fleisch und Blut übergehen ...

Stimmt auch nicht ...

Das muss sich Ihnen in Ihren Genen festbeißen und verankern.

Egal welches Finanzinstrument Sie handeln.

Und wissen Sie was: Ja, “wenn“ ich unser Trading Economics Geld-Risiko- und Portfolio-Management-Modul verkaufe, dann verlange ich Geld dafür, sogar relativ viel Geld.

Weil ich weiß, dass jeder sehr erfolgreich im Aktien- und Optionshandel werden wird, sofern er die vorgegebenen Regeln richtig anwendet und sich auch konsequent daran hält.

Ich gehe sogar so weit und behaupte: Wer sich im Aktien- und Optionshandel an die von Trading Economics vorgegebenen Geld-Risiko- und Portfolio-Management-Regeln hält, kann nicht nur erfolgreich werden, sondern muss es.

Dieses Thema steht aber auf einem anderen Blatt Papier.

Nur eine Frage zu diesem Thema an Sie: Können Sie es sich leisten, 70 Mal hintereinander zu verlieren, ohne dass Ihr ganzes Kapital oder Investment verloren wird?

Ich "würde" sogar so weit gehen, dass ich sage: Wir einigen uns auf einen bis drei technische Indikatoren, egal welche es sind. Legen genau die Kauf- und Verkaufssignale fest. Diese handeln wir unabhängig voneinander mit richtigem Geld. Sie mit Ihrem Geld-Risiko- und Portfolio-Management (wenn Sie eines haben), ich mit meinem. Dann sehen wir nach einen Jahr, wer besser abschneidet.

Dieses Angebot würde ich aus zwei Gründen machen:

Erstens ist es komplett egal, welchen technischen Indikator Sie verwenden.

Die meisten Trader legen zu viel Wert auf technische Indikatoren. Jeder will den/die Wunder- Indikator (en) finden. Das wuchert schon so aus wie die Suche nach dem heiligen Gral.

Technische Indikatoren sind für mich nur zweit- oder gar drittrangig.

Denn am Ende des Tages gewinnen immer der Preis und das Volumen.

Und zweitens: So könnte ich jemand überzeugen, wie unheimlich wichtig Geld-Risiko- und Portfolio-Management ist.

Wenn Sie Ihr Geld von jemandem verwalten lassen, fragen Sie diese(n) unbedingt, welches Geld-Risiko- und Portfolio-Management angewendet wird.

Ich versichere Ihnen eines: Sie können sich nicht vorstellen, wie stiefmütterlich im Handel mit Finanzinstrumenten gerade das für mich allerwichtigste Element Geld-Risiko- und Portfolio-Management im Allgemeinen behandelt wird.

Oder es wird eben verschwiegen, weil es das allerwichtigste Element ist.

Wissen Sie (wenn ich in seltenen Fällen "nur" Optionen Trade) wie oft ich (auch heute noch) denke, wenn ein Markt extrem in meine vorher ausgewählte Richtung steigt oder fällt: „Wieso habe ich in diesem Markt nicht mehr Positionen platziert“?

Dass liegt in unseren Genen, meine Damen und Herren.

Mit einem robusten Geld-Risiko- und Portfolio-Management taucht in meinem Unterbewusstsein sehr oft diese Frage auf, weil dieses eben die Positionsmengen automatisch einschränkt, um die vorher bestimmte Risikovorgabe einzuhalten.

Auf der anderen Seite denke ich aber auch sehr oft, wenn der Markt gegen mich läuft, „dass es gut ist, dass ich in diesem Markt nicht mehr Positionen platziert habe“.

Gefühle machen die Börsenkurse. Speziell Gier und Angst sind die Antreiber.

Und unsere menschliche Natur hat uns damit zur Genüge ausgestattet.

Warum erzähle ich diesen Crude Oil Options Deal im Golfkrieg?

Weil ich protzen will, wie viel Gewinn ich gemacht habe?

Oder ich mich hier als Lehrmeister aufspielen will?

Überhaupt nicht. Das liegt mir absolut fern!

Dieser Artikel über diesen Crude Oil Golfkrieg Options Deal soll unter anderem verdeutlichen (ohne dass ich hier Werbung mache – den Service gibt es, wie schon erwähnt, nicht mehr), was wir bei Trading Economics unter einem guten Trading Service verstehe.

Auch wenn im Geld-Risiko- und Portfolio-Management noch erhebliche Fehler gemacht wurden.

Das obige wahre Crude Oil Trading Beispiel soll aufzeigen, dass man mit guten brauchbaren Trading-Informationen eines Services außerordentliche Gewinne erwirtschaften kann.

In diesem Fall waren es die große Diskrepanz in der Historische Volatilität und im Optionspreis.

Nochmals, man muss bedenken das vor dem Ausbruch des Golfkrieges eine „Crude Oil-März91-33- Call-Option" die am Geld gehandelt hat um die $ 6.000 gekostet hat.

Unvorstellbar, eine „Crude Oil-März91-33- Call-Option" hat keinen Inneren Wert besessen diese bestand also nur aus einem reinen Zeitwert von ca. $ 60/Option oder $ 6.000 (100 mal $ 60/Option).

Man hat also vor dem Golfkrieg, beim Kauf  einer „Crude Oil-März91-33- Call-Option",

nur für Zeit,

und hier nicht einmal für 9 oder 12 Monate, sondern für "nur" 3 Monate Restlaufzeit bis zum Ausübungsdatum, zum Stichtag des dritten Freitag (Schlusskurs) im März 1991,

$ 6.000 hinblättern muessen.

Wenn Sie mehr Informationen über die Preisgestaltung einer Option haben wollen dann lesen Sie in Ihrem Interesse im Trading Economics-Options-Leitfaden...

» Wie wird eine Option preislich gestaltet?

Lesen Sie in Ihrem Interesse, den kompletten Trading Economics-Options-Leitfaden mit dem Titel “Die wunderbare Welt der Optionen“, ich verspreche Ihnen, es wird sich für Sie lohnen!

Ignorieren Sie Optionen nicht.

Ihr Aktien-Depot wird Ihnen dafür danken!“

Später will ich noch einen Schritt weitergehen und noch ein Beispiel aufführen, was ein guter Trading-Service außer Informationen noch beinhalten kann.

Von einem exzellenten Trading-Service kann man sprechen, wenn dieser außer denn obig aufgeführten Punkten das Wichtigste mitliefert: Nämlich ein Geld-Risiko- und Portfolio-Management-Modul, um die gelieferten Kauf- und Verkaufssignale in den verschiedensten Märkten finanziell zu steuern.

Es wird bei Ihnen ein noch anderer Gedanke aufkommen: Und zwar, dass im Internet in Sachen Börse und Trading immer alles so erfolgreich dargestellt wird?

In diesem Fall haben Sie vollkommen recht!

Nur wenn Sie Geld-Risiko- und Portfolio-Management in Ihrem Trading-Plan integriert haben, sind Ihnen Verluste so egal, wie wenn in China ein Sack Reis umfällt.

Eigentlich ist es eine simple Rechnung:

50% Gewinner = $ 1000

50% Verlierer = -$ 300

Summe Gewinn/Verlust = $ 700

Was unterm Strich rauskommt zählt!

Nochmals:

Meine Absicht hier ist es, Ihnen zwei (einer kommt noch!) erfolgreiche Trade vorzustellen – um Ihnen zu zeigen, warum dieser Service mir geholfen hat und warum ich dieses Golfkrieg Crude Oil Options Trading gemacht habe.

Ich habe das Glück oder den Riecher gehabt, dass ich einen guten Service gefunden und auch in ihn investiert habe, der mich als Anfänger bei meinen Trading-Entscheidungen unterstützt hat.

Und von so einem Trading-Service spreche ich hier. Dieser Service hat mir tatsächlich helfen können, meine finanziellen Ziele zu erreichen.

Da dieser Artikel als Anhang zu "Die Wahrheit über die „Ich mache Sie schnell reich“-Industrie (Teil 2/3)" unter "Wie sieht das mit bezahlten Mitgliedschaft-Seiten aus" geschrieben wurde, will ich mich nochmals wiederholen:

Der Zweck dieses Abschnittes ist nicht, Sie vom Kauf von Internet-Produkten abzuhalten. Es gibt eine Menge von ehrlichen Menschen auf dieser Welt, die tatsächlich helfen können, Ihre finanziellen Ziele zu erreichen.

Bitte lesen Sie die drei Artikel der Serie „Ich mache Sie schnell reich“-Industrie

> Da ist ein Weg, um schnell reich zu werden, aber …

> Wie handelt man Aktien und Aktien- Optionen, ohne Bankrott zu gehen

> Lernen Sie die tatsächliche Wahrheit über den Aktien- und Options- Handel.

> Krieg der Optionen

Wenn Sie die drei Artikel der Serie „Ich mache Sie schnell reich“-Industrie“ gelesen haben, dann werden Sie unter anderem die Guten von den Bösen unterscheiden können. Und haben dann Zeit, sich um das Wesentliche zu kümmern. Nämlich ein gutes Trading-Modell zu installieren.

Ich hoffe für Sie, Sie finden auch einen Service, der Ihren Vorstellungen entspricht. So wie ich ihn in meinen Anfängen als Optionstrader gefunden habe.

Ich weiß, Sie wollen eventuell weitere Informationen über Trading, Aktien und Optionen. Aber ich trage, wenn ich diese Artikel schreibe und veröffentliche, auch eine Verantwortung gegenüber dem Leser.

Für mich steht an erster Stelle, wie man Informationen oder besser gesagt Hinweise findet, woran man einen guten (und damit auch einen schlechten) Trading-Serviceanbieter erkennt. Speziell wenn Sie Anfänger im Trading sind oder von einem Finanzdienstleister ein Portfolio verwalten lassen.

Hat man einen guten Trading Service gefunden, der aber kein Risikomanagement mitliefert, sollte man, bevor man überhaupt den Markt mit seinen ganzen Schattierungen betritt, sich unbedingt als erstes über Geld-Risiko- und Portfolio-Management Gedanken machen.

Sonst sind/werden Sie ein Zocker!

Für mich war der Service in meinen Anfängen absolut top. So etwas gibt es heute „wahrscheinlich“ nicht mehr.

Heute werden mit einer Salami-Taktik Bruchstücke über die Sache Börse verkauft. Bis man da mal ein Puzzle, wenn überhaupt, zusammenbekommt, haben Sie vorab schon mal viel, viel Geld bezahlt.

Und haben des Weiteren im Aktienhandel durch einen schlechten Trading Service mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit schon große Verluste eingefahren.

Wenn Sie einen guten und kostengünstigen Trading Service finden, der neben fundierten Kauf - und Verkaufssignalen auch noch ein vernünftiges Geld-Risiko- und Portfolio-Management-Modul mitliefert, haben Sie alles, was Sie im Aktien- und Optionstrading brauchen.

Bei welchem Trade hat mir mein damaliger Service noch geholfen?

Sie müssen sich das einmal vorstellen (das ist heute undenkbar): Im Juli 1995 habe ich, nachdem ich wie auch schon erwähnt das tägliche Fax mit seinen Kaufsignalen und all den anderen Daten erhalten habe, einen (das war einer von wenigen) überraschenden Anruf von meinem Service bekommen.

Eine Person hat mir sehr behutsam und vorsichtig in englischer Sprache erklärt, dass ich mir doch das neue USD/JPY Chart und dessen Kaufsignal ansehen sollte. Es kann möglich sein, dass da ein Ausbruch stattfinden „könnte“.

Wenn ich mir heute so die Webseiten ansehe, die Finanz-Trading-Produkte im Börsenbereich anbieten, so besteht der Inhalt einer Webseite aus 20% brauchbaren Information (wenn überhaupt) und die restlichen 80% aus Verkauf-, Risiko- und sonstigen Absicherungshinweisen sowie Nutzungsbedingungen.

Da muss man einerseits schon ein Rechtsanwalt sein, um das Geschriebene verstehen zu können, und andererseits sollen diese einem vor bösen Kunden beschützen, die einen ja verklagen könnten.

Jedenfalls habe ich es seit diesem Service, und ich bin und war bei vielen Trading-Services Kunde, nie mehr erlebt, dass mich jemand anruft (außer er will mir etwas verkaufen), um mir eine Empfehlung in Form eines Kaufsignals zu geben.

Da ich zu diesem Zeitpunkt in relativ vielen Märkten involviert war (aber in USD/JPY noch nicht) und ich schon ein „dürftiges“ Geld-Risiko- und Portfolio-Management in meinem Trading verwendete, konnte ich nur 1 Call Option in USD/JPY kaufen.

Eines sage ich Ihnen: Am nächsten Tag (wirklich am nächsten Tag) ist die Post im Japan Yen (JPY) abgegangen. Der JPY hat über 22 Monate immer neue Hochs erzielt, von $ 85 im Juni 1995 auf rund $ 125 im April 1997.

Ich habe mir später ausgerechnet: Diese Empfehlung hat mir mit nur einem jeweils gehandelten Optionskontrakt im obigen Zeitraum rund $ 42.000 Gewinn gebracht.

Nochmals:

Das Kaufsignal habe ich per Fax bekommen und zusätzlich bin ich noch per Telefon darauf hingewiesen worden.

Dieses Kaufsignal war 100% top!

Gibt es das heute noch?

Meines Wissens nicht. Aber sollten Sie einen Trading Service kennen, der das heute noch anbietet, dann teilen Sie mir diesen bitte mit!

Die Menschen, die diesen Trading Service ins Leben gerufen haben, sind in guten wie in schlechten Zeiten zu und hinter ihrem Service gestanden.

Zum Schluss dieses Abschnittes über Trading Services möchte ich noch etwas überaus Wichtiges ansprechen:

Wieso habe ich Ihnen in diesem Abschnitt immer nur erfolgreiche Trade vorgestellt und nicht auch Verlusttrades?

Das hat einen einfachen Grund: Weil Verlusttrades meinen Trading-Stil überhaupt nicht beeinflussen können.

Ich muss diese nur managen können. An der Börse Verluste zu machen, gehört zum Geschäft wie das tägliche Brot.

Die Frage ist immer, wie hoch ist ein Verlusttrade und wie hoch ist ein Gewinntrade?

Sie haben doch schon des Öfteren gehört oder gelesen: „Verluste begrenzen und Gewinne laufen lassen“?

Die Frage ist aber, wie macht man das?

Wenn Sie einmal verstehen, wie „Geld-Risiko- und Portfolio-Management“ funktioniert, werden Sie zu 100 Prozent auch zu dieser Überzeugung kommen.

Erst mit „Geld-Risiko- und Portfolio-Management“ macht dass Trading auch Spaß. Ja, Sie lesen richtig: SPASS!

Wenn Sie einmal täglich, wöchentlich oder monatlich auf der Jagd nach ausgedehnten Preisbewegungen sind, kann es sogar sehr oft vorkommen, dass Sie sich verirren und Verluste machen.

Aber diese „geringen“ Verluste werden Sie nicht aufhalten können, Ihr Ziel zu erreichen: Nämlich bei großen Preisbewegungen mit dabei zu sein, um daraus enormes Kapital schlagen zu können!

So nach dem Motto:

Was kümmert es eine Deutsche Eiche, wenn ein Warzenschwein an seinen Wurzeln gräbt!

Wenn Ihnen ein Trading Service – egal welcher und egal wie gut dieser Service auch sonst ist – nicht ein komplettes Geld-Risiko- und Portfolio-Management mitliefert, dann ist es nur einer, der eventuell gut ist, aber halbe Sachen verkauft.

Danke, dass Sie bis zu diesem Absatz gelesen haben. Ich vermute, dieses ewige Geld-Risiko- und Portfolio-Management-Predigen hängt Ihnen jetzt schon zum Halse raus, stimmt‘s?

Das soll es auch!

Ich kann es nicht oft genug betonen, trommeln, rausschreien (ständige Wiederholung führt zum Erfolg) oder schreiben: Wer etwas anderes sagt, ist ein Scharlatan oder versteht nichts von diesem Geschäft!

Wenn es überhaupt einen heiligen Gral im Börsentrading gibt, dann ist es „Geld-Risiko- und Portfolio-Management“!

Ich lese in allen Varianten und Prozentsätzen immer und immer wieder:

MIT OPTIONEN … % GEWINN GEMACHT!

DER AKTIEN-TIPP, DER IHNEN …. % BRINGT!

Und so weiter und so fort ...

Dann taucht bei mir die Frage auf:

> … % Gewinn gerechnet wovon?

> Vom eingesetzten Kapital?

> Vom Gesamtkapital?

Mehr muss man dazu nicht sagen ...

Oder ...

... Risikobegrenzung durch Stop oder Stop-Loss-Order”!

Ein Stop hat nur sehr wenig mit Risikomanagement zu tun.

Die Frage dagegen, wie viele Positionen oder Aktien ich zeichne, schon.

Ein Stop hat nur eine Daseinsberechtigung: Nämlich dass er abgeholt (ausgelöst) werden kann!

Und überhaupt: Was geschieht, wenn der Markt am nächsten Tag mit einer riesigen Lücke (Gap)

aufmacht?

Beispiel:

Nehmen wir an, Sie haben am 19.01.2012 100 Google-Aktien zu einem Preis von $ 639,57 gekauft und haben, eine automatische  “Stop-Loss-Order”  bei $ 616,90 – einen Tick unter dem tiefsten Tief der letzten 10 (mehr oder weniger) Tage – gesetzt (d.h. wenn die Google-Aktie den Preis von $ 616,90 erreicht, wird Ihre automatische “Stop-Loss-Order” ausgelöst und Ihre 100 Google Aktien werden bei $ 616,90/Aktie verkauft bzw. glattgestellt).

Wird die “Stop-Loss-Order” bei $ 616,90/Aktie ausgelöst, machen Sie einen Verlust (Kaufkurs $ 639,57 – Stop Loss-Order $ 616,90) von $ 572,67 oder -3,66%.

Das Risiko von -3,66% wurde vorher einkalkuliert, das ist sehr verantwortungsbewusst.

20.01.2012-News:

Weil Google weniger Gewinn macht als erwartet, verliert die Aktie neun Prozent. Konzernchef Larry Page ist dennoch zufrieden, besonders mit dem Netzwerk Google+

Die Google-Aktie hat am 20.01.2012  mit einer Lücke (engl.: Gap), keine Seltenheit, bei 590,53 eröffnet.

Jetzt ist die Aktienabsicherung bzw. Risikobegrenzung bei diesem Google-Aktien-Trading außer Kontrolle geraten.

Sie “wollten” bei diesem Aktienhandel mit Ihren 100 Google-Aktien nicht mehr als $ 572,67 oder -3,66% verlieren.

Am 20.01.2012 zum (um den) Eröffnungskurs (590,53/Aktie) der Google-Aktie wird Ihre “Stop-Loss-Order” ausgeführt, jetzt steht aber ein Verlust von $ 49,04/ Google-Aktie oder $ 4.904 oder 7,67%  zu Buche.

Durch Zuhilfenahme einer “Stop-Loss-Order” ist aus einer kalkulierten, möglichen Verlustbegrenzung von $ 572,67 über Nacht ein nahezu neunfacher Verlust von $ 4.904 entstanden.

Diese obige “Stop-Loss-Order”  können Sie sich dann … na, Sie wissen schon.

Und, und, und ...

So gut mein Trading-Serviceanbieter auch gewesen ist: Auch dieser hat mir kein Geld-Risiko- und Portfolio-Management-Modul mitgeliefert. Hätte er das getan, würde dieser Service heute weltweit einsam an der Spitze stehen.

Heute staune ich immer noch über meine Unverfrorenheit und/oder Naivität, wie ich die Märkte mit Optionen gehandelt habe.

Aber dies hat mich bis heute geprägt, indem ich immer weiter und weiter gewandert bin, um nach Lösungen zu suchen, wie man ein Portfolio „perfekt“ verwaltet.

Habe ich die Lösung gefunden?

Ich denke, wenn ich mir ehrlich und aufrichtig selber die Antwort gebe:

Ja.

Nicht der heilige Gral. Aber nahe dran.

Deckt Ihr Trading-System die folgenden Fragen restlos ab ...?

Aktien
Auswahl:Welche Aktien kauft man?
Menge:Wie viele Aktien kauft man?
Einstiege:Wann kauft man?
Anpassung:Wann sichert man Aktien ab, die im Verlust sind?
Wann sichert man Aktien ab, die im Gewinn sind?
Taktik:Wie kauft man?
2.
Optionen:
Auswahl:Welche Optionen kauft man?
Menge :Wie viele Optionen kauft man?
Einstiege :Wann kauft man Optionen?
Absicherung:Wann Sichere ich mein Aktienportfolio mit Optionen ab?
Strategie :Welche Options-Strategie wende ich an?
Anpassung (1):Wann verkauft man Optionen, die im Verlust sind?
Anpassung (2):Wann verkauft man Optionen, die im Gewinn sind?
Taktik:Wie kauft man Optionen?
3.
Dividenden:
Menge Aktien:Wie viele Aktien kauft man von der Dividendenzahlung?
Menge Optionen:Wie viele Derivate kauft man von der Dividendenzahlung?
Cash Konto:Wie viel Bargeld muss ich von der Dividendenzahlung am Aktienkonto lassen?

Wenn ja, dann haben Sie das perfekte Trading-System.

Wir von Trading Economics haben jedenfalls unser perfektes Trading-Modell.

Das uns sogar (das schreibe ich, weil es die Wahrheit ist, auch auf die Gefahr hin, dass ich Sie jetzt verstimme) kostenlose Aktien, wie z.B. Google, Apple oder Amazon, erwirtschaftet!

Könnte Trading Economics so einen Trading Service mit ins Leben rufen?

Warten wir mal ab.

Lesen Sie in Ihrem Interesse den kompletten Trading Economics-Options-Leitfaden mit dem Titel “Die wunderbare Welt der Optionen“.

Ich verspreche Ihnen, es wird sich für Sie lohnen!

Wer kontinuierlich erfolgreich ist, wird niemals ein Ende seiner Bestimmung erleben. Aber er wird mit Vergnügen eine Reise in sich selber machen.

„firstbrain“
Autor und Investor
Trading Economics

Jede Trading Economic Dienstleistung hat seine eigenen Bedingungen.Wir empfehlen Ihnen, sie zu lesen.