Behandle jeden Dollar als Investment

Viele von uns kennen den Spruch „ Zuerst sich selbst bezahlen (engl. Pay Yourself First)“. Es wurde schon so oft erwĂ€hnt, dass es quasi zum Teil des allgemein anerkannten Anlegerwissens wurde. Es ist praktisch die Regel Nr. 1, wie man sein Vermögen verwaltet.

Dies ist sicherlich ein guter Rat, aber mal offen gesagt, es bleiben noch viele Fragen unbeantwortet: Wie viel? Wie oft? Wo investieren? Was folgt als NĂ€chstes?

Schieben Sie das "Zuerst sich selbst bezahlen" noch ein bisschen hinaus
Soweit finanzielle Faustregeln gelten, so denken wir, das wir hier bei Trading Economics eine bessere haben. Nur fĂŒr den Fall, dass Sie die große, fette Überschrift ĂŒbersehen haben, bevorzugen wir diese Mantra: Behandle jeden Dollar als Investment.

Das ist die eigentliche Grundlage eines erfolgreichen Investieren. Wir hier bei Trading Economics mögen es, weil es eine klare Richtlinie bietet fĂŒr jede finanzielle Entscheidung die Sie treffen muessen. Diese beinhaltet auch die Regel "Kaufen Sie nicht was Sie sich nicht leisten können"

Mache jeden Tag ein gutes Investment
FĂŒr Trading Economics bedeutet ein Investment mehr als das, was auf Ihrem Konto passiert. Ein Investment ist alles und jedes, das Ihre LebensqualitĂ€t beeinflusst: Essen, ein Dach ĂŒber dem Kopf, Ihr Arbeitsplatz – jeder Dollar bedeutete auch eine Chance.

Und jeder Tag bringt neue Möglichkeiten, Ihr Geld hĂ€rter fĂŒr Sie arbeiten zu lassen, ob es nun um langfristige Renditen geht (Altersvorsorge), kurzfristig verfĂŒgbares Geld (RĂŒcklage fĂŒr NotfĂ€lle) oder kurzfristiges VergnĂŒgen (Latte Macchiato – he, Trading Economics ist hier nicht Ihr Richter).

Nach einer Weile geht Ihnen „Behandle jeden Dollar als Investment“ in Fleisch und Blut ĂŒber. Es setzt sich in Ihrem Unterbewusstsein fest wie ein Ohrwurm, der einem nicht mehr aus dem Kopf geht. Bald suchen Sie nach Investments in jeder Ecke und Ritze.

Aber bevor Sie jetzt gleich ein Konto bei einem Broker eröffnen, stellen Sie zuerst sicher, dass Sie die wesentlichen „ersten“ Investments nicht ĂŒbersehen.

Investment Nr.  1: Zahlen Sie Ihre Schulden zurĂŒck. In fast jedem Szenario ist es am besten, wenn Sie Ihre ersten Investmentdollars in die RĂŒckzahlung von Schulden stecken, die hohe ZinssĂ€tze haben; in den meisten FĂ€llen also Kreditkartenschulden oder Überziehungskredite bei Banken. Trading Economics wird es Ihnen beweisen.

Stellen Sie sich einfach vor, anstatt 200 US-Dollar monatlich zu sparen, fehlten Ihnen monatlich 200 US-Dollar, und Sie bezahlen alles mit Kreditkarte, wĂ€hrend Sie gleichzeitig Ihre 10- und 20-US-Dollar-Scheine in eine Kaffeedose stecken. Nach fĂŒnf Jahren sieht Ihre Bilanz folgendermaßen aus (nachdem Sie mindestens die ĂŒblichen jĂ€hrlichen Kreditkartenzinsen in Höhe von 18 Prozent oder monatlich 1,5 Prozent bezahlen mĂŒssen):

In US-Dollar

Jahre Monatlich $200 auf das Sparbuch legen... Monatlich die Kreditkarte mit $200  belasten...
1   2.412 - 2.652
2   4.830 - 5.583
3   7.261 - 9.088
4   9.704 - 13.278
5 12.159 - 18.288

 

Wie Sie sehen können, zeigt „ Zuerst sich selbst bezahlen“ in diesem Szenario in die verkehrte Richtung . Wenn Sie Ihr Kapital auf ein Sparbuch legen, das Ihnen 20 mal weniger Zinsen erwirtschaftet als Sie Zinsen zahlen mĂŒssen, dann haben Sie nach diesen fĂŒnf Jahren Schulden in Höhe von  6.129 US-Dollar.

GrundsĂ€tzlich gilt: Haben Sie Kreditkartenschulden, dann zahlen Sie diese zuerst zurĂŒck. Lesen Sie dazu  "Wie Sie in 60 Sekunden Ihre Schulden loswerden".

Das Beste daran ist, dass wir hier bei  Trading Economics auch ein Support-Netzwerk sowie ein Verbraucherkreditforum bezĂŒglich der gefĂ€hrlichen Kreditkarten einrichten wollen (das wird aber noch eine Weile dauern), welches Fragen beantwortet, Sie bemitleiden und anfeuern wird.

Da werden Sie dann auch eine Schritt-fĂŒr-Schritt-Anleitung finden, "wie man tatsĂ€chlich in der Praxis  seine Schulden reduziert“.

Investment Nr. 2: Legen Sie sich ein Bargeldpolster zu. Dinge passieren, die Geld erfordern, wie z. B. der Verlust des Arbeitsplatzes, Probleme mit dem Getriebe oder auch der wirklich schlechte Haarschnitt vor dem bevorstehenden Klassentreffen. Wenn Sie dann nicht genĂŒgend Geld zur VerfĂŒgung haben, dann mĂŒssen Sie diese Zeit mit Schulden – meist durch die Bezahlung mit Kreditkarten – ĂŒberbrĂŒcken.

Ihre Notfallreserve muss schnell zugÀnglich sein, auf einem normalen Sparbuch oder besser Tagesgeldkonto. Aber erwarten Sie dabei nicht ausufernde Zinsen. Meistens reichen diese Zinsen nicht mal, um die Inflationsrate auszugleichen.

Aber wie viel sollte man fĂŒr diese Reserve vorsehen? Nachfolgend finden Sie einige grundlegende Dinge dazu:

Wenn Sie... Sollte Ihre Notfallreserve die Fixkosten abdecken fĂŒr...
keine von Ihnen abhÀngige Personen haben 3 bis 6 Monate
der Alleinverdiener der Familie sind oder
in einer unsicheren Branche arbeiten
6 bis 12 Monate
Sie im Ruhestand sind und von Ihrer Rente
oder Pension leben mĂŒssen
mindestens 5 Jahre

Lernen Sie so schnell wie möglich das Wesentliche und die 80/20-Regel
Eins möchten wir ganz klar sagen: Nicht jedes "Investment" hat mit Geld zu tun oder einfacher gesagt: Genießen Sie ruhig Ihre tĂ€gliche Latte Macchiato. Wir bei Trading Economics sind keine BefĂŒrworter des „Pfennigfuchsens“, wenn es ums Investieren geht.

Stecken Sie ihre Energie lieber in die Dinge, die wirklich funktionieren – die 20 Prozent der Dinge in Ihrem Budget, die fĂŒr 80 Prozent ihrer Ausgaben verantwortlich sind – Dinge wie der Kredit fĂŒr das Haus, das Auto, Versicherungen und all die anderen „schrecklichen“ Sachen.

Kostenlose Online-Kalkulationswerkzeuge wie z. B. dieser Einnahmen-Ausgaben-Rechner geben Ihnen einen sofortigen Überblick ĂŒber Ihre Einnahmen und Ausgaben. 20 Prozent Einsparung sollten unterm StrichÂ ĂŒbrig bleiben. Suchen Sie diese 20 Prozent und nehmen Sie sich ein paar Stunden Zeit, um sich zu ĂŒberlegen, wo Sie sparen können. Nehmen Sie dann das gesparte Geld und investieren Sie es in erstklassige Investments im herkömmlichen Sinne.

Nicht unbeabsichtigt handelt der nĂ€chste Schritt genau von diesen ersten Investments am Aktienmarkt. Und fĂŒr viele von Ihnen zeigt Trading Economics Ihnen ein Investment, das Teile Ihres Geldes verdoppeln wird. Wirklich!

Fangen Sie an zu sparen – SOFORT. Vielleicht hat Ihnen ja schon jemand irgendwann einmal den Rat gegeben, Ihre monatlichen Ausgaben nachzuverfolgen, also aufzuschreiben. Trading Economics zieht aber den Augenblick vor, der einen sofort mit einem "Jetzt habe ich ĂŒber meine finanzielle Situation einen Überblick" belohnt .

Anstatt Ihre Ausgaben alle 31 Tage aufzuschreiben, machen Sie dies nur fĂŒr drei Tage. Eigentlich brauchen Sie gar nichts aufzuschreiben –fragen Sie sich nur jedes Mal , wenn Sie Ihre Geldbörse zĂŒcken: „Ist dies tatsĂ€chlich das beste Investment, das ich mit dieser Dollarnote machen kann?“

Nur so zur Erinnerung: Legen sie Ihre Kreditkarten in die Ablage „Weniger ausgeben“. Wir garantieren Ihnen, dass Sie kĂŒnftig klĂŒgere Entscheidungen treffen werden.

Vergleichen Sie Geld mit körperlicher Energie; Je mehr Energie Sie "sinnlos" abgeben, um so schlaffer oder ausgelaugter fĂŒhlen Sie sich.

Noch etwas...

Ich höre so oft den Spruch "Geld macht nicht glĂŒcklich". Das mag eventuell stimmen. Nun, dann ist es eben "eine angenehme Art, unglĂŒcklich zu sein".

 

Ihr eigenes Aktiendepot mit Absicherung aufbauen!

 

Alexander Firstbrain
Autor und Investor
Trading Economics