Der Trading Economics-Options Leitfaden
"Die wunderbare Welt der Optionen"

Kapitel 3 > Warum gibt es überhaupt einen Options Markt?

 

Wir hoffen Ihnen mit der Einleitung "Der Trading Economics - Options Leitfaden - wurde für Sie geschrieben!!"ein wenig die Angst vor Derivaten - speziell vor Optionen - genommen zu haben. Sie sind aber wahrscheinlich gleichzeitig neugierig geworden auf die Möglichkeiten, die Optionen im Zusammenspiel mit Ihrem Aktiendepot bieten?

Im Kapitel 3 „Warum gibt es überhaupt einen Options Markt?“ geht es nun um das Minimieren von Risiken, denn hohes Risiko ist beim Investieren in Aktien jederzeit vorhanden.

Neue Trader und Investoren sind meistens überfordert von der schieren Vielfalt von Finanzprodukten, die man für sein Trading verwenden kann - diese sind kaum mehr zu überblicken.

Sie sind genug damit beschäftigt diese zu verstehen und versuchen dann, aus der riesige Palette von Aktien, Vorzugsaktien, Anleihen, Investmentfonds, geschlossene Fonds, ETFs (Exchange Traded Funds), UITS (Unit Investment Trusts), REITs (Real Estate Investment Trusts) und CMOS (Collateralized Mortgage Obligations) um nur einige zu nennen, das vermeintlich Beste für Ihr Trading auszuwählen.

Und nun auch noch Optionen, ein Derivat als Anlageinstrument?

Sie müssen dabei aber nur wissen, dass bei der Entstehung eines neuen Produkts gleichzeitig auch immer neue Varianten entwickelt werden, um die unterschiedlichen Bedürfnisse der Spekulanten, Anleger und Investoren zu befriedigen.

Zum Beispiel, als das T-Modell von Ford (umgangssprachlich auch „Tin Lizzie“, dt. etwa Blechliesel liebevoll genannt) gebaut und in einem Zeitraum von 1908 bis 1927 15 Mio. mal verkauft wurde, löste es das große Problem des Transports.

Den Leuten war es am Anfang eigentlich egal wie es aussah.

In der Tat ist es das Bonmot, dass Henry Ford einst gewitzelt haben soll, “Die Kunden können jede beliebige Farbe auswählen, solange diese schwarz ist.”

Das T-Modell wurde nur dazu produziert, um die allgemeinen Fragen des Transports zu lösen, nämlich um von Punkt A nach Punkt B zu kommen.

Aber sobald das T-Modell auf den Markt gekommen war, tauchten auch Mitbewerber mit Modifikationen am Automobil-Markt auf um verschiedene andere Probleme oder Bedürfnisse zu lösen.

Einer Studie zufolge treibt die Modellvielfalt bei den Autoherstellern immer neue Blüten. Derzeit sind 3.281 unterschiedliche Fahrzeugvarianten unterschieden nach Modellen, Karosserieformen und Motorenarten im deutschen Autohandel erhältlich. Dies ergab eine Untersuchung des Center Automotive Research (CAR) an der Universität Duisburg-Essen.

Die Anlageinstrumente der Finanzmärkte sind nicht anders als jedes andere Produkt.

Der Aktienmarkt wurde geschaffen, damit sich Unternehmen mit Kapital versorgen können.
Zum Beispiel hatte Microsoft im März 1986 seinen Börsengang (engl.: Initial Public Offering - IPO) und verkaufte 2,8 Millionen Aktien für $ 21/Aktie.

Dadurch flossen $ 58.800.000 in die Microsoft Kasse.

So konnte Microsoft in relativ kurzer Zeit und dabei sehr effizient fast 59 Millionen Dollar von Investoren einsammeln, mit denen das Unternehmen wachsen konnte.

Oder sehen Sie sich einen anderen Börsengang an:

Facebook (FB)

Die wichtigsten Eckdaten des Facebook-Börsengangs auf einen Blick:

  • Facebook, Inc. (FB)-Nasdaq.
  • Börsengang: 18. Mai 2012.
  • Ausgabepreis der Aktie: 38 Dollar.
  • Zahl der plazierten Aktien: gut 421 Millionen; hinzu kommt die sogenannte Mehrzuteilungsoption - eine Art Aktienreserve der teilnehmenden Banken - von knapp 63,2 Millionen Aktien Einnahmen der Aktienplatzirrung: gut 16 Milliarden Dollar; mit der Mehrzuteilungsoption können bis zu 18,4 Milliarden Dollar zusammenkommen.
  • Börsenwert des Unternehmens zum Start: 104 Milliarden Dollar.
  • Größter Aktionär: Gründer Mark Zuckerberg mit 503,6 Millionen Aktien.
  • Aktienstruktur: Es gibt zwei Arten von Aktien. Papiere der Klasse B können Investoren beim Börsengang kaufen. Sie haben jeweils eine Stimme. "Class A"-Papiere halten hingegen die Altaktionäre wie Mark Zuckerberg. Dieser Aktientyp hat zehn Mal mehr Stimmen. Damit liegen bei Zuckerberg direkt 31 Prozent der Stimmrechte. Mit Stimmen, die ihm andere anvertraut haben, kontrolliert er 57,5 Prozent. Damit kann keine wichtige Entscheidung an ihm vorbei getroffen werden.

Die Schaffung des Aktienmarktes löste also ein sehr wichtiges Problem der Kapitalbeschaffung für Unternehmen, aber dadurch tauchte auch ein neues Problem auf.

Das Problem des Risikos beim Aktientrading.

Wenn Sie Aktien kaufen, so kaufen Sie sich mit diesem Wertpapier ein Stück (Anteil) von der Firma.

Mit so einem Aktienkauf kann man hohe Gewinne realisieren.

Aber hohe Gewinne bergen gleichzeitig auch das Potential für Verluste im Trading mit Aktien in sich.

Denken Sie nur an Anfang 2001 zurück, an Enron, Dieses Unternehmen galt zu diesem Zeitpunkt als ein Marktführer im Energiehandel und als einer der größten Konzerne der Welt.

Im täglichen Aktienhandel war zu dem damaligen Zeitpunkt der Name Enron ein fester Begriff, jeder kannte die Aktie.

Nur wenig später war Enron für den größten Bankrott in der Geschichte der Vereinigten Staaten verantwortlich. Viele Anleger verloren ihre gesamten Ersparnisse durch die Investition in Enron.

Oder denken Sie nur an die ehemalige Nobeladresse Lehman Brothers – entgegen dem bis dahin geltenden Grundsatz “too big to fail” (deutsch: „Zu groß, um zu scheitern“) – musste das Unternehmen am 15. September 2008 Insolvenz anmelden.

In Folge der Insolvenz hat Lehman Brothers einen Schuldenberg von über 200 Milliarden US-Dollar dem Steuerzahler hinterlassen.

Im Durchschnitt alle dreieinhalb Jahre wird die Börse von einem „Bärenmarkt” (fallende Aktienpreise) heimgesucht.

Also sind nun Investitionen in Aktien gut oder schlecht? Als Antwort auf die Probleme entstanden neue Finanzprodukte; sie wurden entwickelt, um spezielle Trading-Probleme zu lösen.

Offensichtlich hängt es davon ab, was im Aktientrading mit dem Aktienpreis geschieht – und dies Preisentwicklung ist etwas, was wir vorher natürlich nicht wissen können, bis sie tatsächlich passiert.

Es wäre zu schön, zu sehen wenn im täglichen Trading die Aktienmärkte reibungsloser quasi „ohne diese enormen Einbrüche nach unten” oder besser noch wie auf geölten Schienen also vorhersehbarer laufen würden.

Geradezu sensationell wäre es, wenn es im Aktientrading eine Möglichkeit oder einen Weg geben würde, sein Aktien-Investment mittels eines Risikomanagements „kontrollieren“ zu können.

Und genau dieses Problem können Optionen lösen.

Ob Sie es glauben oder nicht, der Options-Markt wurde so konzipiert, dass es dem Investor beim Wertpapierhandel erlaubt wird, entweder das Risiko zu akzeptieren oder sogar Risiko zu transferieren.

Der Options-Markt ist technisch gesehen ein Markt für den Umgang mit Risiko – Gottseidank!!!

Sie fragen sich wahrscheinlich wer “bitteschön” wird denn schon fakultatives Risiko akzeptieren?

So seltsam es auch klingen mag, wir tun es die ganze Zeit!

Wenn sie eine Autoversicherung abschließen, so zahlen Sie eine Prämie an die Versicherungs-Gesellschaft. Im Gegenzug für diese Prämie akzeptiert die Versicherungs-Gesellschaft das Risiko z. B. bei einem Unfall das Invaliditätsrisiko.

Die Versicherungs-Gesellschaft akzeptiert also das Risiko im Austausch für einen Geldbetrag.

Sie zahlen und übertragen das unerwünschte Risiko der Versicherungs-Gesellschaft.

Die Vereinbarung zwischen Ihnen und der Versicherungs-Gesellschaft schafft einen immateriellen Markt – einen Trading-Markt für Risiko.

Also um die Frage zu beantworten, wer würde ein Risiko bereitwillig akzeptieren, müssen Sie daran denken, dass Derjenige bezahlt werden will, wenn er das Risiko übernimmt.

Ist die Prämie hoch genug können Sie sicher sein, dass jemand bereit sein wird, das Risiko zu übernehmen.

Dies ist ein Grund, warum der Options Markt als so riskant wahrgenommen wird.

Immerhin ist es ein Trading-Markt, dessen einziges Produkt “Risiko zu handeln” ist.

Wie bereits gesagt, die Risiken von Optionen hängen davon ab, wie Sie diese im täglichen Aktien-Trading einsetzen.

Aber jetzt können wir es schon ein bisschen detaillierter sagen:

Es hängt davon ab, ob Sie im Trading entweder Risiko akzeptieren oder Risiko transferieren wollen.

Keiner von uns würde den Kfz-Versicherungsmarkt als zu riskant betrachten, da wir diesen brauchen, um das ungewollte Risiko auf viele Schultern verteilen zu können.

Und die Versicherungsgesellschaften sind gerne bereit, dieses Risiko zu übernehmen, sofern nur die jeweils gezahlte Prämie hoch genug ist.

Es hängt eben davon ab, auf welcher Seite der Vereinbarung Sie stehen.

Der Optionsmarkt arbeitet im Trading nach demselben einfachen Prinzip.

Während viele Investoren es wünschen Risiken zu reduzieren, gibt es einige Menschen, die nach Risiko Ausschau halten und die Risikoprämie vereinnahmen wollen.

Die erstgenannten werden Spekulanten genannt. Die Spekulanten sind bereit, mit Geld zu spielen, um im Aktien-Trading große Gewinne zu erzielen.

Diese haben keine Angst außergewöhnliche Trading-Risiken beim Handel mit Derivaten einzugehen, wenn dafür das Potenzial für große Gewinne vorhanden ist.

Wenn es “da draußen” schon so viele Spekulanten gibt, die bereit sind, Risiken zu akzeptieren, würde es nicht Sinn machen, denen dann auch Ihr Risiko zu übertragen?

Selbstverständlich!! Um dieses zu veranlassen müssen wir ihnen Geld (Prämie) bezahlen, damit sie unser Risiko akzeptieren und übernehmen.

Also wenn es ein Risiko gibt, das Sie vermeiden möchten, können Sie dies im Aktien-Trading durch den Kauf von Optionen am Optionsmarkt tun.

Umgekehrt, wenn sie bereit sind im Trading Risiko zu übernehmen, werden Sie im Trading mit Optionen vom Optionsmarkt mit (Options)-Prämien bezahlt, weil Sie das Risiko von jemand anderen übernehmen.

Während also ein Investor möglicherweise Optionen verwendet um im Aktien-Trading Risiko zu vermeiden, ist es möglich, dass die Person auf der anderen Seite des Optionstradings dieses Risiko akzeptiert.

Aktionäre die nicht dieses Wechselspiel zwischen Investoren und Spekulanten verstehen, hören beide Seiten der Geschichte und das ist meist der Punkt wo die Verwirrung im Aktien- und Options-Trading anfängt.

Leider machen viele Investoren oft den großen Fehler eben wegen dieser Verwirrungen, ohne Optionen als Absicherung ihr Aktienportfolio zu führen.

Dies ist eine zwar verständliche aber nicht wieder gut zumachende Fehlbeurteilung.
Da sich unsere Volkswirtschaft ständig erweitert, müssen wir unsere finanziellen Bedürfnisse anpassen; deshalb sehen Sie unentwegt neue Finanzprodukte und Anlageinstrumente auf den Markt kommen.

Jedes Produkt ist anders – manchmal nur in kleinen Details – aber jedes bietet die Lösung für ein bestimmtes Trading-Problem. .

Optionen ermöglichen es Ihnen, im Aktientrading - angepasst an Ihre persönlichen Bedürfnisse und Riskobereitschaft - auszuwählen, wie viel Risiko Sie eingehen oder vermeiden wollen.

Und das ist etwas, das mit keinem anderen finanziellen Vermögenswert vorgenommen werden kann!!!

Dies macht den großen Unterschied zu jedem anderen Finanzprodukt aus.

Sie können dadurch im Trading mit Aktien jedes einzelne Risiko “selbst” bestimmen und ggf. absichern.

Sie können im Options Trading sehr konservativ aber auch sehr spekulativ verwenden.

Das entscheiden ganz alleine Sie.

Wenn Sie möchten, dass der Aktienmarkt zu einem weniger riskanten Ort wird, so sind Optionen die einzig richtige Antwort.

Wenn Sie das Risiko im Aktientrading erhöhen möchten, um höhere Gewinne erzielen zu können, sind ebenfalls Optionen die Antwort.

Wenn Sie Aktien in Ihrem Depot “liegen” haben, so wollen wir von Trading Economics Ihnen ans Herz legen, auffordern, beibringen, empfehlen, raten, vorschlagen, zu verstehen geben, antragen, zureden, einen Wink geben, zuraten, bedeuten, anbieten, nahe legen” IHRE Aktien UNBEDINGT, gegen mögliche oder WAHRSCHEINLICHE Kurseinbrüche, mit Optionen verantwortungsvoll abzusichern!

Wie man das macht erfahren Sie im  Trading Economics-Options-Leitfaden mit dem Titel “Die wunderbare Welt der Optionen“, ich verspreche Ihnen, es wird sich für Sie lohnen!

Ignorieren Sie Optionen nicht.

Verwenden Sie heute und in Zukunft, Optionen als Aktien-Absicherungsinstrument!

Ihr Depot wird Ihnen dafür danken!“

 

Alexander Firstbrain
Investor und Autor
Trading Economics
tradingeconomics.net